Ausführungsmethode

Ausführungsmethodik bei Futures und Unterschiede gegenüber CFDs

Offene CFD Positionen und Orders werden immer mit der gegenüberliegenden Kursstellung bewertet. Eine LONG-Position wird mit dem Verkaufskurs bewertet, eine SHORT-Position wird mit dem Kaufkurs bewertet. Mit diesen Kursen können die jeweiligen offenen Positionen geschloßen werden.

Eine offene SELL-Order wird mit dem Verkaufskurs bewertet und eine offene BUY-Order wird mit dem Kaufkurs bewertet. Mit diesen Kursen steigt man in den Handel ein.

Konträr hierzu ist der Chartmodus bei CFDs klassischer Weise der BID-Kurs also der Kurs, zudem man verkaufen kann. Addiert man darauf den Spread, erhält man den ASK-Kurs.

Bei FUTURES kommt der sogenannte LAST-Kurs zum Tragen, auch im Chart. Der LAST-Kurs ist der Kurs, zudem als letztes ein Geschäft ausgeführt worden ist. Er ist typischerweise immer zwischen dem aktuellen Geld- und Briefkurs. Offene Future-Positionen werden immer mit dem LAST-KURS bewertet, so auch die offenen Orders. Dies führt bei CFD-Kunden, die das so nicht gewohnt sind, augenscheinlich immer zu Slippage. Wenn also der MetaTrader5 eine offene Position aufgrund des LAST Kurses mit einem Gewinn von 1 Punkt bewertet und der Kunde die Position schließt (hier aber mit dem Geldkurs), so kann es sein, dass die Position mit 0,0 rausgeht. Hierbei handelt es sich also nicht um Slippage sondern um Bewertungsdifferenzen. Faktisch wurde die Position mit dem LAST Kurs bewertet und mit dem GELD Kurs geschlossen. Das gleiche gilt auch für die LMT und STP Orders, denn diese werden auch nach dem Last Kurs bewertet und dann an die Börse gesendet. Da in der LMT Order der Zusatz FOK = Fill or Kill besteht, wird versucht so lange auszuführen, bis der gewünschte Kurs oder Besser für den Kunden erreicht wurde.

Warum gibt es diese Unterschiede bei den Futures:

Futures sind Produkte deren Kurse an der Börse mittels Angebot und Nachfrage festgestellt werden – anders bei CFDs, da bestimmt der Marketmaker den Preis. Bei illiquiden Futures kann es vorkommen, dass der Geld und Briefkurs wesentlich vom letzten ausgeführten Geschäft abweicht. Wenn man nun eine Bewertung nach dem Geld oder Briefkurs durchführen würde, so würde eine offene Position aufgrund der Angebot und Nachfragesituation extrem ins Minus gerissen werden können, obwohl der letzte ausgeführte Kurse „= Last“ nicht so stark abweicht. Damit würde simultan ein Margin-Call provoziert werden können und im ungünstigsten Fall sogar alle anderen Positionen auf dem Konto, also auch CFDs, aus dem Konto zwangsliquidiert werden können.

Damit solche Fälle nicht passieren, gibt es im Future-Handel die „LAST-Bewertung“.


Handelsbedingungen der Eurex

Handelsbedingungen Eurex-20190502.pdf

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